
Seit dem 04. April 2002 wird im "Karate-Dojo Hirschberg/Saale e.V." auch das Spielen und Erlernen von Badminton/ Federball angeboten.
Diese Sportart wird in der Schulturnhalle einmal wöchentlich donnerstags von 19.00 - 22.00 Uhr trainiert.
Die Sportart Federball, heute Badminton, wurde erstmalig in Hirschberg 1955 in der Tätigkeit von Arbeitsgemeinschaften im außerschulischen Sportunterricht an der hiesigen Schule eingeführt und aktiv betrieben.
Diese Sportart erfreute sich zunächst unter den Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit und Begeisterung, da sie neben vielseitigen konditionellen Voraussetzungen, wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, auch ein entsprechendes technisches Repertoire verlangt.
Nach 1958 wurde Federball als Erwachsenen- und Freizeitsport in die Betriebssportgemeinschaft (BSG) „Fortschritt“ Hirschberg übernommen und in der Turnhalle gespielt. Das sportliche Interesse und spielerische Niveau entwickelte sich zum Wettkampfsport, so dass die Sportfreunde regional und überregional mit anderen Sportgemeinschaften in den Wettstreit getreten sind, z.B. Jena, Zeulenroda, Dornburg Lobenstein, Schleiz und anderen Mannschaften.
Mit der Auflösung der Betriebssportgemeinschaft, bestand kein Fortbestehen mehr.
Erst im April 2002 wurde durch allgemeines Interesse einiger Sportfreunde der Spielbetrieb in der Sportart Badminton als eine Abteilung des Vereins „Karate-Dojo Hirschberg/Saale e.V.“ (KDH/S. e.V.) erneut aufgenommen und belebt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene erfreuten sich an der zunehmenden Popularität als Freizeit- und Wettkampfsport. Spielfelder wurden in der Turnhalle der Johann-Heinrich-Pestalozzi- Schule ergänzt und somit die Voraussetzungen geschaffen, nach den Regeln des Deutschen Badminton-Verbandes zu trainieren und zu spielen. Dank der Bemühungen des Vorstandes des KDH/S. e.V. (insbesondere Herrn Ronald Schricker) und unter Verfügungstellung der Räumlichkeiten und Trainingszeiten, bestehen sehr gute Voraussetzungen, Badminton in Hirschberg wieder entfalten zu können.
Nunmehr ist die Popularisierung gefragt, dass zu dem Team von derzeit sieben Sportfreunden noch weitere Teilnehmer hinzugewonnen werden.
Badminton ist ein Rückschlagspiel für zwei (Einzel) oder vier Spieler (Doppel) mit Schlägern (Gewicht: 85 - 120g) und einem Federball (Gewicht: 4,73 - 5,5g). Es wird vor allem in der Halle von Damen und Herren, auch als Mixed, gespielt.
Das als Freizeitsport betriebene Badminton (im Freien auf ebenen Plätzen mit Mittelschnur) wird meist Federball genannt; in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde diese Bezeichnung auch für den Wettkampfsport verwendet.
Spielgedanke beim Badminton ist, dass jeder Spieler versucht, mit Hilfe seines Schlägers den Federball so in das gegnerische Feld zu schlagen, dass es dem Gegner nicht gelingt, den Ball zurückzuschlagen, bevor dieser den Boden berührt. Der Federball ist abwechselnd über das in der Mitte des Feldes angebrachte Netz zu spielen. Als Fehler gilt, wenn man den Ball ins Netz oder ins Aus spielt oder wenn er in der eigenen Hälfte den Boden berührt. Gespielt werden zwei Siegsätze, i.d.R. bis zu 15 Punkten (Herreneinzel und Doppel) oder bis zu 11 Punkten (Dameneinzel). Punkte kann nur der Spieler erzielen, der aufschlägt; begeht er einen Fehler, verliert er den Aufschlag an den Gegner. Badminton weist Ähnlichkeiten mit dem Tennisspiel auf, so z.B. bei den Schlagarten (Stop- und Schmetterball u.a.).
Wettbewerbe:
Seit 1968 werden alle zwei Jahre Europameisterschaften, seit 1977 Weltmeisterschaften ausgetragen. Badminton wurde mittlerweile auch in das olympische Programm aufgenommen. Seit 1972 finden alle zwei Jahre Europameisterschaften der Nationalmannschaften statt, seit 1978 der Europa-Cup der Vereinsmannschaften.
Geschichte:
Indische Höhlenzeichnungen aus der Zeit um Christi Geburt stellen Federballspiele dar. Von den Azteken ist ein Federballspiel mit Lederschlägern überliefert. In Europa war Federball als "Coquantin" oder "Jeu volant" seit der Renaissance vor allem ein Spiel der Adligen, später verbreitete es sich auch in bürgerlichen Kreisen. Das seit 1860 in Indien von englischen Offizieren gespielte "Poona", die altindische Form des Federballspiels, kam 1870 nach Großbritannien. 1872 führte der DUKE OF BEAUFORT auf seinem Landsitz Badminton in Gloucestershire das Spiel erstmals vor. 1887 schuf der Bath Badminton Club in London neue Regeln, die die indischen ablösten und allgemein gültig wurden. Badminton verbreitete sich in der englischsprachigen Welt, in den Niederlanden und in Südostasien. In Deutschland ist Badminton seit 1950 Wettkampfsport.